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Grüner Star (Glaukom)
Als Grünen Star bezeichnet man eine Drucksteigerung im Augeninneren.
Der Normaldruck beträgt unter 20mm/Hg.
Dies ist die Häufigste Erblindungsursache in Europa obwohl bei
rechtzeitiger Behandlung das Augenlicht gerettet werden kann.
Die Ursache des Druckanstieges: Im Inneren des Auges bildet sich dauernd
eine farblose Flüssigkeit, die durch ein schwammähnliches Gewebe, das
Trabekel-System, aus dem Auge in die Blutgefäße abgeleitet wird. Ist
dieser Abfluss verstopft, steigt der Augeninnendruck. Die einzige weiche Stelle
ist dort, wo der Sehnerv das Auge verlässt. Dieser wird durch den
Überdruck nach und nach abgedrückt.
Der Augenarzt kann den Augeninnendruck ganz einfach und absolut schmerzlos
feststellen.
Vom Glaukom sind in Österreich 2% der über Vierzigjährigen
betroffen. Die Krankheit ist deshalb so gefährlich, weil man sie nicht
wahrnimmt, und wenn man sie endlich bemerkt, die Schäden nicht mehr
rückgängig zu machen sind. Die Symptome im Endstadium sind eine
Einschränkung des Gesichtsfeldes.
Kann der Grüne Star rechtzeitig erkannt werden, können Chirurgen
das Trabekel-System wieder säubern. Nach dem Eingriff muss man, genau wie
ein Diabetiker, regelmäßig das Auge eintropfen. Mit dieser Methode
wurden schon Großartige Erfolge verzeichnet.
Grauer Star (Katarakt)
So bezeichnet man die Eintrübung der ursprünglich klaren
Augenlinse. Man bemerkt das durch einen leichten Schleier oder erhöhter
Lichtempfindlichkeit. Der Schleier nimmt mit der Zeit immer mehr zu. Im
eigentlichen Sinn ist der Katarakt keine Krankheit und ist somit auch nicht
gefährlich. Irgendwann kommt es aber zur totalen Vertrübung und eine
Operation ist nicht umgänglich. Die Behandlung führt mit hoher
Sicherheit zu einem guten Ergebniss und ist fast schmerzlos. Den Zeitpunkt
bestimmen weitestgehend die Patienten selbst.
Bei der Operation wird die trübe Linse durch eine intraokulare Linse
ersetzt. Dies ist eine künstliche Linse und wird mit zwei Bügeln in
der Regenbogenhaut (Iris) verankert. Der optisch wirksame Teil hat einen
Durchmesser von ca. 6 - 8mm. Die meisten Patienten vertragen die intraokulare
Linse ausgezeichnet. Nur in manchen Fällen wie z.B. bei Extremer
Kurzsichtigkeit, bei schwerwiegenden Augenkrankheiten oder bei Diabetes muss der
Augenarzt von der künstliche Linse abraten.
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